Schieferbergwerk Engi Glarus

Eindrücke aus dem historischen Landesplattenberg in Engi. Eine fotografische Entdeckungsreise durch dunkle Stollen, mächtige Felskavernen und faszinierende Schieferformationen im Kanton Glarus.

Tief im Landesplattenberg Engi herrscht eine ganz besondere Stille. Die monumentalen Kavernen und von Hand geschlagenen Stollen erzählen vom jahrhundertelangen Abbau des Glarner Schiefers. Das feine Spiel aus spärlichem Licht und tiefen Schatten eröffnet einzigartige Motive für die Kamera.

Geschichtliches

Bereits 1565 wurde das ehemalige Schieferbergwerk Landesplattenberg ob Engi urkundlich erwähnt. Im 17. Jahrhundert war der Landesplattenberg Engi eine bedeutende Einkommensquelle für das Land Glarus und für das Dorf Engi. Schieferprodukte wurden in weite Teile der Welt exportiert und der Landesplattenberg wurde aufgrund seiner geologisch-paläontologischen Arbeiten von zahlreichen berühmten Forschern erwähnt, die sich mit dem Fund der versteinerten Fische und Vögel beschäftigten. Im Jahre 1961 wurde das Schieferbergwerk aus arbeitshygienischen und wirtschaftlichen Gründen stillgelegt und dient nun als imposanter Besuchsort.

Unter Tage wird jede Lichtquelle zur gezielten Inszenierung. Die gewaltigen Hallen und Pfeiler des Bergwerks treten durch kunstvolle Lichtakzente hervor und schaffen eine geheimnisvolle, fast mystische Atmosphäre zwischen Naturwunder und Industriegeschichte.

Der Schiefer fasziniert durch seine feinen Lamellen und Jahrtausende alten Ablagerungen. In der Nahaufnahme offenbaren die Bruchstellen filigrane Texturen, schimmernde Mineralien und die Zeugnisse längst vergangener Erdzeitalter, die das Bergwerk weltweit bekannt machten.